Worauf muss ich achten, wenn ich Regale günstig kaufen möchte?
von Bastian Wiesemeyer 08. Okt, 2010
Egal ob Vorratskammer, Dachboden oder Keller: Gute und stabile Regale gehören unbedingt zur Einrichtung, um dem Chaos in solchen Räumen Herr zu werden. Für dieses Vorhaben eignen sich Standregale besser als ein Wandregal. Doch ist es möglich, qualitativ hochwertige Regale ohne immense Kosten zu erwerben?
Erste Anlaufstelle für den Kauf günstiger Regale ist ausnahmsweise mal nicht das Internet. Zwar können Sie hier auch Regale käuflich erwerben, jedoch sind Angebotspreise selten und die Versandkosten variieren von fairen acht Euro für ein Holzregal bis zu 15 Euro und aufwärts für die schwereren Metallregale. Das ist zwar günstiger als die Versandkosten für Möbel im Internet, aber wenn Ihnen das Regal nicht zusagt, haben Sie einen Riesenstress, es wieder zurück zu senden. Und da selbst in ländlichen Gegenden ein Baumarkt zu finden ist, sollte hier die erste Suche nach einem günstigen Regal beginnen.
Günstige Regale und ihre Tücken
Beim Gang durch den Baumarkt werden Sie feststellen, dass es grob drei Materialien gibt, es denen die Regale hergestellt werden: Da wären Holz, Metall und Plastik. Die ersten beiden sind die Klassiker und bei den Einsteigermodellen auf dem gleichen Preisniveau anzusiedeln. Für um die 20 Euro bekommen Sie ein Regal, welches im Schnitt gute 30 Kilogramm pro Regalboden halten kann. Geeignet sind diese Regale vor allem für Räume, wo Sie sie sowieso nicht sehen. Ästhetisch sind diese nämlich nicht, einen günstigen Ersatz für ein Bücherregal werden Sie hier nicht finden.
Weitere Probleme ergeben sich aus dem günstigen Preis der Regale: Gespart wird nämlich an Material und Verarbeitung. Gedanken machen, dass die Regale einstürzen, müssen Sie sich nicht, Sie werden in deutschen Baumärkten geprüfte Waren finden. Jedoch weisen beispielsweise die günstigen Metallregale scharfe Kanten auf, die schon beim Aufbau für Frust sorgen können. Wer das Regal selten benutzt kann hier trotzdem fündig werden, zumal der Aufbau leicht von der Hand geht. Bei häufiger Benutzung empfiehlt sich eine Abdeckung der scharfen Kanten.
Bei den Holzregalen fällt eine Empfehlung schon schwerer. Hier sollten Sie wirklich nur zugreifen, wenn das Regal extrem günstig ist und Ihnen die Metallregale wegen der „Kantenproblematik“ nicht zusagen. Denn bei den günstigen Einsteigermodellen ist der Aufbau unglaublich zeitaufwendig und nervenaufreibend, da die Teile nicht immer exakt passgenau sind und oft nur aus billigem Sperrholz bestehen, so dass Splittergefahr herrscht. Stand und Belastbarkeit sind aber gleichwertig zu einem Metallregal, hier müssen Sie sich keine Gedanken machen.
Plastikregale sind der neue Trend
Als drittes Material gibt es in den Baumärkten noch Regale aus Plastik zu kaufen. Diese sind im Normalpreis ganz klar teurer als die günstigen Alternativen aus Holz und Metall. Überlegen sind sie jedoch allemal, da sie auch mindestens 30 Kilogramm pro Boden aushalten und sehr leicht aufzubauen sind, dank eines Stecksystems. So können Sie das Regal nach Ihren Vorlieben oder häuslichen Gegebenheiten aufbauen. Und wenn Sie nicht dringend neue Regale brauchen, lohnt es sich zu warten. Zwischendurch haben die Baumärkte diese Regale zu günstigen Konditionen im Prospekt, so dass Sie nach einer Investition von 30 Euro mit einem guten und langlebigen Regal da stehen.
Abschließend lässt sich festhalten, dass bei den günstigen Einsteigermodellen die Metall- den Holzregalen vorzuziehen sind. Sinnvoller ist es jedoch, etwas mit der Anschaffung zu warten und etwas mehr Geld in ein Plastikregal mit Stecksystem zu stecken. Diese Regale können Sie hinterher noch erweitern und das Material ist den beiden anderen überlegen.
Bild: © WikiCommons/Paul Robinson
