Wie verlege ich Gehwegplatten?
von Guido Maiwald 20. Aug, 2010
Ein schöner Weg zum Garten oder Haus ist eine Zier für das ganze Grundstück. Aber welche Materialien sind für den Bau eines Gehwegs geeignet und wie verlegen Sie Gehwegplatten richtig? Denn sowohl bei der Materialwahl, bei der Behandlung des Untergrunds und dem Verlegen sollten Sie einige Dinge beachten.
Einen attraktiven Weg mit Gehwegplatten auszulegen ist einfacher als gedacht und längst keine Arbeit, die nur Profis gut erledigen können. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich über alle Arbeitsschritte zuvor informieren und wissen wie das Ergebnis aussehen soll.
Die Materialwahl
Als Gehwegplatten eignen sich Betonwaren, Gartenplatten, Terrassenplatten, Betonsteine und Pflastersteine. Die Platten sind also entweder aus Naturstein oder Beton.
Der Untergrund
Bevor Sie die Gehwegplatten verlegen können, muss zunächst der Untergrund vorbereitet werden. Heben Sie eine Schicht von zehn bis 25 Metern Erdreich aus. Abhängig ist die Tiefe von der Beschaffenheit des Bodens. Ist dieser wasserdurchlässig genügen zehn Zentimeter, ist er stark lehmig sollten Sie 25 Zentimeter ausheben.
Füllen Sie zunächst Kies auf, aber lassen Sie fünf Zentimeter für Schotter zuzüglich der Plattendicke Platz. Der Kies dient als Drainage für die Feuchtigkeit und mit dem Schotter schaffen Sie einen ebenen Untergrund für die Wegplatten. Anstatt Kies und Schotter können Sie auch Naturbrechsand der Körnung null bis 32 Milimeter verwenden. Dieser lässt sich besser begradigen als Schotter und ist Ameisen zu krümelig um darin ihre Behausungen zu bauen.
Zum Begradigen des Schotters oder Sandes benutzen Sie eine Latte oder Abziehschiene. Spannen Sie ein Seil über den Boden, damit Sie ein gerades Maß haben. Damit die Gehwegplatten nicht nach kurzer Zeit im Untergrund versinken müssen Sie den Schotter zum Schluss mit einer Rüttelplatte verdichten.
Das Verlegen der Platten
Verlegen Sie die Gehwegplatten und lassen Sie eine Fuge von mindestens drei Milimetern, damit das Wasser ablaufen kann. Für eine gleichmäßige Breite der Fugen benutzen Sie ein Abstandmaß, hier eignet sich ein Stück Holzlatte am besten.
Klopfen Sie die einzelnen Platten fest in den Untergrund und vermessen Sie anschließend mit einer Latte, ob die verlegte Platte in einer Ebene mit den anderen liegt. Liegt eine Platte zu tief nehmen Sie sie wieder heraus und unterfüttern mit Schotter oder Sand. Die Platten an den Rändern begradigen Sie mit einer Aluleiste oder einer Holzlatte.
Wenn Sie die Platten verlegt haben, verfüllen Sie die Fugen mit Sand und bürsten Sie mit einem Besen ab. Als Randbegrenzung und zur Stabilisierung der Seitenränder verwenden Sie Kantensteine.
Bild: © PantherMedia/Alfred Emmerichs
