Wie pflege ich meine Ledercouch?
von Bastian Wiesemeyer 16. Jun, 2010
Neben einer textilbezogenen Couch erfreuen sich auch Ledercouchs einer hohen Beliebtheit. Jedoch müssen Sie sich im Klaren darüber sein, dass ein Ledersofa regelmäßiger Pflege bedarf, damit Sie viele Jahre Freude an Ihrem Möbelstück haben. Denn eine Ledercouch vermittelt Gemütlichkeit und Eleganz.
Das Prunkstück des Wohnzimmers ist in der Regel die Couch. Zwar stehen noch viele andere Möbel im meistgenutzten Raum, aber da Sie sich auf der Couch abends entspannen möchten, kommt diesem Möbelstück große Bedeutung zu. Normalerweise entscheiden Sie sich zwischen einer Textil- oder einer Ledercouch. Letztere sind durch ihre gediegene Eleganz sehr beliebt.
Nicht nur Stoffe sind vielfältig
Haben Sie sich für ein Ledersofa entschieden, müssen Sie nun noch zwischen den Lederarten wählen. Glattleder (beispielsweise Nappa) mit einer Farbschicht ist sehr pflegeleicht. Es saugt keine Fette oder Wasser auf und so ist die Lederpflege anspruchslos.
Anders sieht es mit der Lederreinigung bei offenporigem Glatt- bzw. Anilinleder aus. Eine solche Couch bietet zwar den Vorteil, dass es sich warm anfühlt, dafür ist es aber sehr fleckempfindlich. Durch die offenen Poren dringen Flecken schnell ein und lassen sich dann auch mit einem Lederspray nicht mehr entfernen. Das gleiche Problem stellt sich auch bei Rauledern (beispielsweise Nubuk), weswegen Sie bei diesen Lederarten nur zu einer dunklen Farbe greifen sollten.
Gänzlich abzuraten ist von einer Couch mit dem so genannten Pull-Up-Leder. Es ist kalt, nicht atmungsaktiv und hat eine kurze Lebensdauer, ist also nicht im geringsten wohnzimmertauglich.
Regelmäßige Pflege erhöht die Lebensdauer
Bei akuten Flecken auf Glattleder ist die erste Maßnahme die Entfernung der verschmutzten Stelle mit einem milden Lederreiniger. Ist der Fleck hartnäckiger, greifen Sie zu einer speziellen Lederreinigungsbürste. Reiben Sie die Couch alle drei bis sechs Monate einer Pflegemilch ein, so bleibt das Leder weich und geschmeidig.
Das Anilinleder gestaltet sich die Pflege schon schwerer, in der Regel müssen Sie bei Verfärbungen und Flecken einen Fachmann zu Rate ziehen. Es gibt jedoch für diese Lederart auch Imprägnierungen, so dass Sie in den ersten Jahren Flecken vermeiden können.
Rauleder sollten Sie genau wie das Anilinleder regelmäßig mit einem Imprägnierspray versiegeln. Bei stärkeren Verschmutzungen und Verfärbungen können Sie oft selber tätig werden. Mit einem Leder Schleifpad und einem Nubukradierer ist es in vielen Fällen möglich, die Couch zu säubern und aufzurauen.
Im Allgemeinen bleibt festzuhalten, dass Sie gerade bei Anilin- und Rauleder sehr viel Pflege investieren müssen, um Flecken abzuwenden. Dafür werden Sie mit einem warmen Leder belohnt, welches bei dem pflegeleichten Glattleder nicht geboten ist.
Bild: © PantherMedia/Kirsty Pargeter
