Wie baue ich ein Hochbett selbst?

von Andreas Ebbert 09. Aug, 2010

Ein Hochbett ist eine ideale Alternative, wenn Sie Platz sparen möchten. Denn unter dem Hochbett gibt es viel Stauraum, der nicht nur als Ablagemöglichkeit genutzt werden kann. Hier können Sie je nach Zimmer auch eine gemütliche Sitzgruppe oder einen Schreibtisch aufstellen. Der Platz kann also von Ihnen individuell genutzt werden.

Für ein Hochbett benötigen Sie zuerst das passende Material. Hier müssen Sie sich zwischen den verschiedenen Holzsorten entscheiden. Kiefernholz ist sehr robust und stellt eine gute Wahl dar. Außerdem können Sie Kiefernholz leicht bearbeiten.
Zusätzlich zum Holz benötigen Sie Befestigungsmaterial wie Schrauben, Dübel und Leim. Legen Sie auch das Werkzeug wie Bohrer, Hammer, Sägen und Schraubendreher vor dem Beginn der Arbeiten bereit.

Bauplan und Abmessungen

Für das Bauen eines Hochbettes benötigen Sie einen Bauplan. Fertigen Sie sich eine Skizze an, nach Möglichkeit maßstabsgetreu. So können Sie Schritt für Schritt abarbeiten.
Vor dem Bauen messen Sie alles aus. Wichtig dabei ist die Raumhöhe, denn danach richtet sich die Höhe des Hochbettes. Zwischen Liegefläche und Zimmerdecke planen Sie am besten mindestens 1,5 Meter ein. So kann sich der Schlafende auch im Bett sitzend nicht den Kopf stoßen.
Bedenken Sie, was unter dem Hochbett seinen Platz finden soll. Legen Sie die genaue Höhe entsprechend fest.

Holzbedarf

Das Ausmessen ist auch wichtig für das Errechnen des Holzbedarfs. Beachten Sie, wie groß die Matratze sein wird, die im Bett ihren Platz einnehmen soll. Sie benötigen eine Ablagefläche, die der Größe der Matratze entspricht. Hierfür sind starke Bretter nötig, die mindestens drei Zentimeter dick sind. Auch bei den Seitenteilen entscheiden Sie sich für mindestens drei Zentimeter starkes Holz. Für die Rahmen nehmen Sie Kanthölzer mit Maßen von ungefähr 80 x 80 Millimetern. Die Höhe bestimmen Sie selbst. Zusätzlich müssen Sie mehrere Leisten für eine Leiter einplanen. Sie sollen mindestens 50 x 30 Millimeter stark sein.

Befestigungsmaterialien

Wichtig für das Hochbett ist auch das Befestigungsmaterial. Verwenden Sie Durchgangsschrauben, da diese einer größeren Belastung standhalten. Entscheiden Sie sich für einen großen Durchmesser. So geben Sie dem Bett mehr Stabilität und Halt.

Die Liegefläche zusammenbauen

Liegefläche, Seitenteile und Gestell bauen Sie einzeln zusammen. Fertigen Sie zuerst die Liegefläche für das Hochbett an. Die Hölzer für den Rahmen schneiden Sie an den Enden so ein, dass Sie sie überlappend ineinander setzen können. Dazu messen Sie die Hälfte der Stärke aus. Bei einer Holzstärke von 80 x 80 Millimeter schneiden Sie also 80 Millimeter in die Sichtfläche des Holzes und 40 Millimeterin die Holzstärke ein, sodass beide ineinander greifende Hölzer eine Höhe von 80 Millimeter ergeben. Dadurch gewinnen Sie mehr Stabilität für den Rahmen. Die Bretter für die Liegefläche schrauben Sie nun auf dem Rahmen auf.

Seitenteile und Leiter anschrauben

Anschließend schrauben Sie die Seitenteile an. Dazu müssen Sie zuerst die Ständer am Rahmen befestigen. An Ihnen bringen Sie anschließend die Seitenteile an. Für ein besseres Aussehen sorgen Sie, indem Sie die Längseiten in den Maßen der Matratze plus zweimal die Stärke des Holzes zuschneiden. Somit überlappen die Längsseiten die Querseiten.

Zum Schluss bauen Sie die Leiter zusammen und montieren Sie am Hochbett.

Den Raum unter der Liegefläche nutzen

Unterhalb des Hochbettes bietet sich Ihnen eine Fläche in der Größe der Liegefläche. Hier können Sie Möbel wie Kommoden oder auch eine Sitzecke aufstellen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, den Raum unter dem Hochbett zur Aufbewahrung zu nutzen. Auch ein Schreibtisch bietet sich an. So kombinieren Sie zum Beispiel das Schlafzimmer mit einem Arbeitszimmer.

Bild: © PantherMedia/Friedemann Lätsch

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