Was sind Viscoelastische Matratzen?

von Diane Buckstegge 06. Jul, 2010

Die Bezeichnung Viscoelastische Matratzen ist ein wahrer Zungenbrecher. Für viele Menschen mit Rückenproblemen sind sie das Bequemste, was der Matratzenmarkt zu bieten hat. Denn die spezielle Unterform der Schaumstoffmatratzen passt sich dem Körper perfekt an und entlastet ihn während des Schlafs.

Aufbau und Material von Viscoelastischen Matratzen

Viscoelastische Matratzen gehören zur Gruppe der Schaumstoffmatratzen. Sie sind aus einem speziellen Schaum hergestellt, dem Memory-Foam (Gedächtnis-Schaum). Der Schaum ist in der Lage, sich an die Belastung zu erinnern, die der liegende Körper verursacht. Das heißt, auch einige Sekunden nach dem Aufstehen bleibt das Material in der vorherigen Position.
In der Regel bestehen Viscoelastische Matratzen aus einer Schicht normalem Kaltschaum auf dem sich eine Schicht des Memory-Foams befindet. Je nach Qualität der Matratze ist dieser dicker oder dünner.
Als besondere Form der Viscoelastischen Matratzen gelten die 7 Zonen-Matratzen. Sie bestehen aus folgenden Zonen: Kopf-, Schulter-, Lordose-, Becken-, Oberschenkel-, Waden- und Fußzone. Die Verarbeitung der Matratze ist in diesen Bereichen perfekt auf die Bedürfnisse dieser Körperstellen ausgerichtet.

Vorteile von Viscoelastischen Matratzen

Der große Vorteil von Viscoelastischen Matratzen ist, dass sie sich dem Körper anpassen. Menschen mit orthopädischen Problemen spüren im Schlaf eine deutliche Entlastung und haben weniger Beschwerden. Grund ist die hohe Punktelastizität, die den Rücken entlastet. Auch wenn Sie Allergiker sind, können Sie von viscoelastischen Matratzen profitieren. Bei der richtigen Pflege ist der Befall mit Milben selten.

Nachteile von Viscoelastischen Matratzen

Wie alles im Leben haben auch Viscoelastische Matratzen Nachteile. Sie haben aufgrund des Materials ein hohes Preisniveau. Wenn Sie sich nachts im Schlaf häufig drehen, kann es Sie stören, dass die Matratze einen Moment braucht, bis sie sich der neuen Position anpasst. Je nach Modell können Sie die Matratzen nur einseitig benutzen oder nur in warmen Räumen. Manche Matratzen haben zudem eine schlechte Regulierung von Feuchtigkeit und eignen sich nicht für Sie, wenn Sie nachts schwitzen.

Für wen sind Viscoelastische Matratzen geeignet?

Grundsätzlich sind Viscoelastische Matratzen für jeden Menschen geeignet. Einen besonderen Vorteil haben Sie, wenn Sie Rückenschmerzen oder orthopädische Probleme haben. Ihr Körper wird auf der Matratze optimal druckentlastet. Die Wirbelsäule und die Bandscheibe können sich im Schlaf erholen. Auch Durchblutungsstörungen wie Armkribbeln oder taube Hände werden gemindert.

Tipps zum Kauf

Viscoelastische Matratzen werden in einer großen Preisspanne angeboten. Beim Kauf sollten Sie auf eine entsprechende Qualität achten. Diese Punkte helfen Ihnen bei der Kaufentscheidung:

  1. Das Raumgewicht (RG). Das Raumgewicht gibt an, wie viel Kilogramm ein Kubikmeter des Viscoseschaums wiegen würde. Je höher der Wert, desto größer ist der Schaumanteil und desto besser ist die Matratze. Für Menschen unter 100 Kilogramm ist ein Wert von 65 ausreichend. Matratzen mit einem Raumgewicht von 85 sind nur für Sie geeignet, wenn Sie mehr als 100 Kilogramm wiegen.
  2. Achten Sie auf das Schnittmuster des Kerns. Die Matratze ist anpassungsfähiger je mehr Schnitte sie hat. Bei einem welligen Eierkartonmuster ist die Luftzirkulation sehr gut.
  3. Bei der Höhe der Matratze sollten Sie jeweils die Höhe des Viscoelastischen Schaums vergleichen sowie die Höhe der Kaltschaumplatte.

Bild: © PantherMedia/Sean Prior

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