Was kostet und was verbraucht ein Gasherd?

von Guido Maiwald 31. Aug, 2010

Profiköche verwenden meist einen Gasherd. Der Vorteil ist, dass die Hitze sofort da ist, wenn Sie sie brauchen. Außerdem ist Gas mittlerweile eine Alternative zu teurem Strom. Aber welche Gasherde gibt es, was kosten sie und wie viel Gas verbrauchen sie.

Kochen wie die Profis!

Mit einem Gasherd können Sie die Hitze wesentlich genauer regulieren, als bei einem Elektroherd. Zudem sparen Sie Energiekosten, weil die Kilowattstunde Erdgas mehr als 50 Prozent weniger kostet, als die Kilowattstunde Strom. Viele Versorger senken zudem die Erdgaspreise im Herbst 2010 nochmals. Der Umstieg kann sich also lohnen.

Gasherde gibt es mittlerweile in diversen Ausführungen. Profi-Gasherde sind zwei- bis sechsflammig und es gibt sie mit oder ohne Backofen. Modelle ohne Backofen sind im Profi-Gastrobedarf ab 1000.- Euro erhältlich, solche mit Backofen und vier Brennern ab 1500.- Euro. Ein Gasherd für den Verbraucher ist wesentlich preiswerter. Diese haben meist einen Elektrobackofen, da ein Gasbackofen nicht unter 150 Grad betrieben werden kann. Schmoren und Warmhalten wären somit nur begrenzt möglich. Ein Gasherd mit Elektrobackofen ist zum Beispiel von den Herstellern Amica oder Gorenje schon ab 450.- Euro erhältlich.

Technik und Betriebskosten

Ein Gasherd funktioniert im Originalzustand mit Erdgas und braucht in der Regel andere Brennerdüsen, wenn Sie ihn mit Propangas aus der Flasche betreiben möchten. Die Hersteller der Öfen bieten diese Düsen an.

Eine durchschnittliche Familie verbraucht im Jahr zirka 2000 Kilowattstunden mit einem Herd, wenn zwei bis drei Platten oder Brenner betrieben werden. Bei einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde Strom ergeben das 400.- Euro jährlich. Die Kilowattstunde Erdgas kostet hingegen nur sieben Cent, was jährliche Betriebskosten von 140.- bedeutet. Sie sparen demnach jährlich zirka 260.- Euro Betriebskosten. Zudem ist Erdgas aus ökologischer Sicht zu empfehlen, da es eine sogenannte Primärenergie ist, die keine Leistungsverluste durch Umwandlung zur Folge hat.

Wenn Sie Ihren Gasherd mit Propangas betreiben möchten, ist das völlig unproblematisch. Sie benötigen lediglich einen trockenen und gut zugänglichen Platz für die Gasflasche. Die Flaschen dürfen Sie nicht in Kellerräumen, Durchgängen oder im Schlafzimmer lagern. Gasflaschen mit Flüssiggas erhalten Sie bei Ihrem örtlichen Gashändler. Für eine elf Kilogramm Propangasflasche zahlen Sie inklusive Pfand zirka 35.- Euro. Lassen Sie sich den Umgang mit der Propangasflasche von Ihrem Händler genau erklären.

Sicherheit

Ein Gasherd bedeutet Kochen am offenen Feuer! Dieser Tatsache sollten Sie mit entsprechender Vorsicht gegenüber treten. Es sollte sich für alle Fälle ein Feuerlöscher in der Wohnung befinden. Der Gasherd muss in einem gut belüfteten Raum stehen. Verwenden Sie keine Töpfe mit Kunststoffgriffen, diese könnten sich verformen oder schmelzen.

Bild: © WikiCommons/TheSilentPhotographer

Tags: , , , , , , , ,