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Soll ich eine Gartenfräse mieten oder gebraucht kaufen?

von Bastian Wiesemeyer 24. Aug, 2010

Wenn Sie einen größeren Garten Ihre Eigen nennen, graut es Ihnen vermutlich vor einer Aufgabe: Dem Umpflügen und Umgraben des Bodens. Mit einem Spaten sind Sie da Ewigkeiten beschäftigt. Da bietet sich eine Gartenfräse als elektrischer oder benzinbetriebener Helfer an.

Eins vorweg, Sie sollten schon eine größere Fläche bewirtschaften, als einen herkömmlichen Schrebergarten. Eine Gartenfräse für diese kleinen Beete oder Rasenflächen lohnt sich höchstens für ältere Menschen, die keinen Gärtner kommen lassen wollen. Für alle anderen Hobbygärtner reicht in dem Fall nämlich die Muskelkraft. Die Kosten für eine Gartenfräse würden ansonsten nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen.

Für welche Verwendungen eignet sich die Gartenfräse?

Um Ihren Boden zu düngen und neue Samen einpflanzen zu können, muss dieser erst einmal entsprechend vorbereitet werden. Dazu müssen Sie manuell mit Spaten und Harke das Erdreich auflockern und umgraben. In einem kleinen Beet mit ein paar Quadratmetern ist das kein größeres Problem, aber wenn Sie eine umfangreichere Gartenfläche bearbeiten, stoßen Sie schnell an die Grenzen körperlicher Arbeit. Für diese Flächen macht die Gartenfräse Sinn, da Sie die Aufgaben von Spaten und Harke vereint. Die Erde wird aufgelockert, umgewühlt und gleichzeitig zerkleinert. So können Sie in kurzer Zeit eine große Fläche umgraben. Mit den richtigen Aufsätzen können Sie die Gartenfräse sogar zu Reinigern oder richtigen Pflügen umfunktionieren.

Die richtige Gartenfräse für mittelgroße Nutzflächen

Die Einsteigermodelle sehen vom Rahmen her aus wie ein Rasenmäher, jedoch sind unten am Rahmen direkt die Krallen befestigt. Größere Modelle sehen aus wie eine Kreuzung aus Traktor und Dreirad. Sie sind komfortabler zu schieben, da sie von selber stehen, während die günstigen Modelle immer abgelegt werden müssen.

Klare Vorteile haben die Einsteigermodelle beim Preis. Schon ab 80 Euro gibt es die ersten Geräte online zu erwerben. Je nach Marke kann dieser Preis bis 150 Euro betragen. Da lohnt es sich nicht, eine gebrauchte Fräse zu kaufen.
Beachten Sie aber, dass diese Geräte in ihrer Funktionalität eingeschränkt sind: Aufrüsten ist bei diesen Modellen nicht möglich, sie sind nur für das Umgraben geeignet. Idealerweise kommen diese elektrisch betriebenen Fräsen in kleinen Nutzgärten zum Einsatz. In der Regel bieten Sie nämlich nur die Möglichkeit, vorwärts zu fahren, während die größeren Gartenfräsen in beide Richtungen fahrbar sind. Zudem reichen die Krallen durchschnittlich nur circa 18 Zentimeter in den Boden rein.

Gartenfräsen mit Benzinmotor: Leihen oder lieber kaufen?

Müssen Sie eine größere Fläche bewirtschaften, kommt nur eine benzinbetriebene Gartenfräse in Frage. Hier bieten sich Ihnen mehrere Möglichkeiten: Sie erwerben die Geräte sowohl neu als auch gebraucht im Netz oder im Baumarkt (wobei dort gebrauchte Geräte selten zum Angebot gehören). Es gibt die Gartenfräse aber auch im Verleih. Dies hört sich zunächst verlockend an, gerade wenn Sie nur im Frühjahr das Gerät benötigen. Die Mietpreise schwanken jedoch sehr stark: Im Internet finden Sie zwar Plattformen, auf denen Sie in Ihrer Nähe Maschinen leihen können, die Gebühr für einen Tag liegt aber zwischen 20 und 100 Euro.

Gerade letztere Preise lohnen sich nicht, eine neue Gartenfräse gibt es schon ab 250 Euro, wobei Profimaschinen bis zu 1000 Euro verschlingen können. Die zu leihenden Maschinen sind im Mittelfeld bei ungefähr 500 Euro anzusiedeln, so dass sich die Miete nur rentiert, wenn Sie nicht längerfristig planen, die Gartenfläche zu bewirtschaften. Ansonsten amortisiert sich die Maschine schon nach wenigen Jahren und dank Zubehörteilen können Sie die Gartenfräse noch weiter aufrüsten.
Von einem Kauf gebrauchter Maschinen ist eher abzusehen. Eine wirkliche Ersparnis ist nicht möglich, da die Wartungskosten bei einem älteren Gerät schnell in die Höhe schießen. Mit etwas Glück kriegen Sie vielleicht eine professionelle Gartenfräse zum günstigen Preis, aber es ist sehr unwahrscheinlich.

Bild: © Public Domain

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