Kettensägen im Vergleich

von Anke Wibschek 06. Jul, 2011

Kein Werkzeug für den privaten Gebrauch ist so gefährlich wie die Kettensäge. Doch es ist auch kein Gerät so kraftvoll und schnell, wenn es um das Zerkleinern von stabilen Materialien geht. Mit mehr als 20 Metern pro Sekunde rotieren die messerscharfen Ketten rasendschnell. Stiftung Warentest hat 12 Kettensägen auf Sicherheit, Handhabung und Sägekraft überprüft. Viele Sägen enttäuschten im Test.

Die teuerste Kettensäge ist am kraftvollsten

Nur fünf von zwölf Kettensägen wurden von Stiftung Warentest mit der Gesamtnote „Gut“ bewertet. Die beste Kettensäge im Test ist auch mit Abstand am teuersten. Die Dolmar PS-420C überzeugte vor allem mit ihrem kraftvollen Motor und sehr guten Sägeeigenschaften. Der Preis von 440 Euro wird jedoch einigen missfallen. Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, bekommt mit der Dolmar ES-163 A ebenfalls eine schneidestarke und handliche Kettensäge. Sie ist für 244 Euro erhältlich. Nicht zu empfehlen sind die Kettensägen Ikra Mogatec KSI 2000-40 und Uniropa KSI 1800-35, da sie nicht ausreichend Schutz vor einem möglichen Peitschenschlag bieten. Wenn die Kette abspringt oder reißt, peitscht sie durch die Luft. Dies kann lebensgefährliche Folgen für umstehende Personen haben.

Kettensägen sind die richtige Wahl fürs Grobe

Kettensägen haben den Vorteil, dass sie rasend schnell selbst äußerst beständiges Material zerteilen können. Damit sind sie die richtige Wahl fürs Grobe. An Feinmotorik fehlt es der Kettensäge hingegen. Für präzise Arbeiten ist die Stichsäge die bessere Wahl. Im Gegensatz zur Kettensäge sind mit der Stichsäge auch Kurvenschnitte problemlos möglich. Dafür arbeitet die Stichsäge wesentlich langsamer als eine Kettensäge und besitzt weniger Kraft zur Zersägung von harten Materialien. Wer einen Baumstamm grob zerkleinern will, sollte zur Kettensäge greifen. Wer aber beispielsweise ein Hochbett oder eine Küche selbst bauen will und dazu die Holzplatten genau zu schneiden muss, sollte als Arbeitsgerät die Stichsäge wählen. Für besonders detaillierte Arbeiten gibt es auch noch die Feinschnittsäge. Sie erlaubt millimetergenaues Schneiden.

Bild: © Hendrik G. Vogel / pixelio.de

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