Grundsanierung im eigenen Garten

von Rainer Ernst 16. Mrz, 2011

Das neue Haus steht, doch das Gelände und der alte Garten drum herum sehen jetzt zum Beginn des Frühjahres besonders zum Fürchten aus. Wir haben ein paar Tipps für die Grundsanierung der grünen Hölle zusammengestellt, damit man im Sommer endlich die Liegestühle in Position bringen und den Traum vom Eigenheim in der Sonne genießen kann.

Das bisschen Haushalt – von wegen das mache sich allein. Wer im Rahmen einer soliden Baufinanzierung nicht die Kosten für den hauseigenen Gärtner mit einberechnet hat, der hat jetzt mit Beginn des frühen Jahres ausreichend Gelegenheit dazu, die Strapazen des Häuslebaus bei der Arbeit im Garten abzutrainieren. In den Beeten riecht es nach Kraut und Rüben und die ausgedehnten Moosflächen lassen den Gedanken an Englischen Rasen schnell weitere Taten folgen. Erstmal ist Aufräumen angesagt.

Schnipp, Schnapp

Gehölze und Rosen vertragen den ersten Schnitt des Jahres. Überzählige dünne oder schlecht verzweigte Äste kann man mit dem entsprechenden Gerät auf die gewünschte Höhe kappen und so alte Blütenstände entfernen. So schlagen die Äste mit den ersten Trieben wieder kraftvoll aus und die Blüte wird angeregt.

Frühjahrsputz im Beet

In den Beeten geht es erst einmal darum, alles verblühte aus dem letzten Jahr zu entfernen und trockene Alttriebe abzuschneiden. Überzähliges Laub zusammen harken und nebenbei kann man jetzt gut das erste Unkraut jäten, denn dessen Wurzeln haben zunächst kaum genug Kraft. Solange man alles rausgeruppt bekommt, lässt sich der Nachwuchs für den Rest des Jahres spürbar eindämmen. Das gilt insbesondere für den Giersch, der sich sowohl überirdisch, als auch unter der Erde in fein ziseliertem Wurzelwerk durch den Garten fortpflanzt. Herrscht oberflächlich wieder klar Schiff, dann kann man Humuserde, etwas Sand und den ersten Langzeitdünger in Form von Hornspänen auf die Beete aufbringen und grob einharken. Das lockert den Boden und sorgt für ausreichend Nährstoffe im Verlauf des Sommers. So sind die Beete bestens vorbereitet, wenn ab April und Mai die Saison der Pflanzen beginnt.

Rasen: Vertikutieren und Lüften

Der Rasen, der Rasen. Teufelszeug, wenn der zuletzt nicht mehr anständig gepflegt wurde. Damit man da wieder grundlegende Ordnung rein bekommt, lohnt sich mitunter ein professioneller Vertikutierer, oder man legt selbst Hand an. Mit einer Harke harkt man sich womöglich einen Wolf, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen, wenn abgestorbene Triebe und die moosige Wolle endlich vom Haufen aufgesammelt werden und auf dem Kompost verschwinden. Ist der Boden sehr fest und lässt das viele Moos auf feuchtes, festes Erdreich schließen, dann sollte man den Rasen lüften. Entweder wieder mit schwerem Gerät aus dem Baumarkt, oder mithilfe einer Spitzen Mistgabel. Stück für Stück stemmt man so Löcher in den Boden, streut Sand über, etwas Dünger und arbeitet das dann gleichmäßig mit dem Rechen ein. Wiederholt man das regelmäßig im Herbst und Frühling, erreicht man hier Golfplatzqualitäten.

Bild: © Public Domain

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